- Entgeltpunkte
- durch das Rentenreformgesetz 1992 (SGB VI) eingeführter Begriff für die Berechnung der Rente in der gesetzlichen Rentenversicherung nach der neuen Rentenformel. Die jeweilige Rentenhöhe des einzelnen Versicherten richtet sich individuell nach der Höhe der persönlichen E. (§ 66 SGB VI). Die einzelnen Versicherungszeiten werden in E. umgerechnet. Dabei ergibt sich bei Beitragszeiten für ein Arbeitsentgelt oder ein Arbeitseinkommen in Höhe des Durchschnittsverdienstes eines Kalenderjahres ein voller E. Für beitragsfreie Zeiten werden E. angerechnet, deren Höhe von der Höhe der in der übrigen Zeit versicherten Arbeitsentgelte und Arbeitseinkommen abhängig ist (§ 63 III SGB VI). Der Monatsbetrag einer Rente ergibt sich, indem die unter Berücksichtigung des Zugangsfaktors ermittelten persönlichen E. mit dem ⇡ Rentenartfaktor und dem aktuellen Rentenwert vervielfältigt werden (§ 63 VI SGB VI). Die Summe aller persönlichen E. ergibt sich aus den ermittelten E. für die Beitragszeiten, für beitragsfreie Zeiten, für Zuschläge für beitragsgeminderte Zeiten und für Zuschläge oder Abschläge aus einem durchgeführten Versorgungsausgleich (§ 66 I SGB VI).- Die E. entsprechen den bis zum 1.1.1992 der Rentenberechnung zugrunde gelegten Werteinheiten, wobei je 100 Werteinheiten nunmehr einen E. darstellen. Die in früheren Beitragsmarken enthaltenen Werteinheiten werden durch 100 geteilt und bilden danach die Entgeltpunkte.
Lexikon der Economics. 2013.